Die Landeshauptstadt Saarbrücken

SaarbrückenSaarbrücken gehört mit rund 180 000 Einwohnern zu den kleineren Landeshauptstädten Deutschlands. Zugleich aber ist Saarbrücken wie wohl kaum eine andere Stadt ihrer  Größe  durch  Weltoffenheit  und Internationalität  geprägt.  Die  Nähe  zu Frankreich und ein gewisses „Savoir-vivre“ sind allerorten zu spüren –  vor  allem im Sommer, wenn die Sonne die Menschen in die Straßencafés auf dem St. Johanner Markt lockt. Dieser von Barockfassaden eingefasste Platz ist neben dem Saarufer der beliebteste Treffpunkt in der Saarbrücker Innenstadt. An Markttagen sind hier zwischen Blumen und Kräutern viele regionale Köstlichkeiten zu entdecken.

Der Plan der saarländischen Landesregierung, das Französische mittelfristig als zweite Verkehrs- und Umgangssprache im Saarland zu etablieren, ist noch nicht Wirklichkeit geworden. Schon heute aber überqueren täglich tausende Pendler aus Frankreich die Grenze, um in Saarbrücken zu arbeiten und einzukaufen. Auch das Saarländische Staatstheater zieht mit seinem vielfältigen Spielplan Besucher aus nah und Fern an.

Rathaus Saarbrücken Copyright TOURISMUS ZENTRALE SAARLANDOberbürgermeisterin ist seit 2004 die SPD-Politikerin Charlotte Britz, die auch stellvertretende Präsidentin des Deutschen Städtetags ist. Sie wird die Tagungsteilnehmer am Mittwochabend (4. Oktober 2017) in der Congresshalle persönlich begrüßen. Rechtlich ist Saarbrücken übrigens weder kreisangehörig noch im eigentlichen Sinne kreisfrei. Es ist Teil des Regionalverbands Saarbrücken, der – nach den Worten des Gesetzes – zugleich Gemeindeverband und Gebietskörperschaft  ist  (§  194  Absatz  3 Satz 1 Kommunalselbstverwaltungsgesetz) und der „funktionsgerechten Ordnung, Entwicklung und Kooperation im Stadtumlandbereich“ dienen soll (§ 194 Abs. 1 Kommunalselbstverwaltungsgesetz). Die Verwaltungsspitze des Regionalverbands ist im Saarbrücker Schloss untergebracht, in dem am Freitag, dem 6. Oktober 2017, der Abschlussabend der Staatsrechtslehrertagung stattfinden wird.

Große Teile Saarbrückens wurden im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört. Dennoch sind die schönsten Plätze der Stadt auch heute noch durch „ihren“ barocken Baumeister Friedrich Joachim Stengel geprägt. Neben der Ludwigskirche und dem Ludwigsplatz tragen auch das alte Rathaus und der Brunnen auf dem St. Johanner Markt sowie teilweise das Schloss seine Handschrift. Wer in der Geschichte noch weiter zurückgehen will, sollte unbedingt die aufwendig freigelegten und zu einem unterirdischen Museum ausgebauten Kasematten unterhalb des Schlossplatzes besuchen. Sehenswert ist schließlich das neogotische Rathaus St. Johann mit seinem beeindruckenden Festsaal, in dem gelegentlich auch universitäre Veranstaltungen stattfinden.

Vor allem in den Abendstunden beliebt ist das Nauwieser Viertel, das für seine Kleinkunstszene und als Kneipenviertel bekannt ist. Von Frühling bis Herbst laden die Grünflächen an der Saar, insbesondere der Staden, zum Verweilen ein. Für Spaziergänge bieten sich der Deutsch-Französische-Garten rund um den Deutschmühlenweiher und der Stadtwald zwischen Universität und Innenstadt an. Parks und Wälder machen mehr als 40 Prozent des Stadtgebiets von Saarbrücken aus. Direkt vor den Toren der Stadt wächst seit 1997 im Naturschutzgebiet des Saarkohlenwaldes ein „Urwald vor den Toren der Stadt“.

Einige Vorschläge für Unternehmungen in Saarbrücken finden Sie hier.

Fotos: Blick aufs Saarbrücker Rathaus (Quelle: F. Bernarding, Tourismus Zentrale Saarland) und Blick auf die Saar (Quelle: bildtankstelle.de).